FRANCAIS
ENGLISH
http://www.natura-integra.org
> Höhepunkte
> Tagebuch
> Album
> Gästebuch


Die Überquerung der Vercors-Hochebene (Teil 1)
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | weiter

Die Jagdsaison war längst angelaufen; und so weckten uns am nächsten Morgen die Jäger mit ihren mit kleinen Glöckchen behangenen Hunden. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass uns solche Hunde auf der ganzen weiteren Reise immer wieder einen Streich spelen würden. Aladin und Joggi gewöhnten sich nie an dieses Gebimmel und wurden jedesmal von neuem nervös. Diesmal jedoch waren wir froh über die Störung; so erwachten wir früh und konnten noch während des Sonnenaufgangs abmarschieren. Es lief alles wie geschmiert. Am Samstag erreichten wir im Laufe des Nachmittags Villard-de-Lans und fanden auch auf Anhieb ein Plätzchen für das Nachtlager. So hatten wir also noch genügend Zeit, um die nötigen Einkäufe zu machen.
An diesem Abend war es wieder recht kalt, zu ungemütlich, um im Freien zu kochen, fanden wir. Und so dinierten wir wieder einmal in einem französischen Restaurant. Das sei jetzt die Henkersmahlzeit, stellte Ruth trocken fest. Die Angst vor Schnee und eisiger Kälte steckte tief. Es war tatsächlich die letzte Gelegenheit, über den Vercors zu kommen. Ein Risiko war es auf jeden Fall. Wenn etwas schief ginge - würde uns in dieser Einsamkeit jemand finden? Wenn die Esel nicht weiter konnten? Was, wenn sich der Wetterfrosch irrte, wenn Regen oder Schnee einsetzte? Solche Fragen kamen zwischdurch immer mal wieder auf und es brauchte schon etwas Selbstmotivation um bei Laune zu bleiben. Wir wussten nicht, was auf uns zukam. Es blieb uns nur das Vertrauen in die Liebe Gottes. Dieses Vertrauen hatten wir; und es war gut so.
Der von uns gewählte Einstiegspunkt auf dqs Vercors-Massiv (mehr unter http://www.naturaintegra.org/d/Perso/Journey/Album
Aufbruch in Villard-de-Lans im Morgengrauen. Arvo bei der Eselpflege.
Diner mit unseren Freunden
Der erste Teil der Plateau-Überquerung glich einem Sonntagsspaziergang
Als wir am Sonntag in aller Frühe unsere "sieben Sachen" zusammenpackten, vermischten sich freudiges und banges Erwarten und sorgten für eine angespannte Stimmung, die sich erst aufhellte, als wir nach Corrençon die Teer-Strassen endgültig hinter uns liessen. Es gab da auf den breiten Spazier-Highways nämlich einiges an Ablenkung. Für die Touristen und Sonntagswanderer waren unsere "Eselein" DIE Attraktion.

1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | weiter





Die Eselreise in die Provence